ZENTRALE ELEMENTE
Die oben angeführte Ziele sollen durch vier zentrale Elemente erreicht werden. Diese wären:
1. Methodenführerschein mit Reflexionsblatt
Der/die Schüler/in erhält zu Beginn des Lehrganges ein Reflexionsblatt, bei dem er/sie
- die anzuwendenden Methoden ersehen kann
- die Themen des Lehrganges ersehen kann
- die Test- und Prüfungstermine einzutragen hat
- sein/ihr Ziel (Endnote) mit sich vereinbaren muss
- seine/ihre in der Mitarbeit und bei Leistungsfeststellungen erhalten Punkte eintragen muss
- seinen/ihren momentanen Leistungsstand ablesen kann
- die Berechnung der Endnote durchführen kann
- Lerntipps erhält
Durch den Methodenführerschein sollen auch die verschiedenen Lerntypen angesprochen werden.
2. Wissenskatalog
Der Wissenskatalog (ehemals Fragenkatalog) dient zur Vertiefung, Wiederholung und als Stoffsicherung. Die Fragenstellungen im Katalog sind genau dem Inhaltsverlauf des
Fachbuches angepasst, weiter vertiefende Fragen können dem strukturierten Übersichtsblatt entnommen werden. Darüber hinaus berücksichtigt die Ausarbeitung des Wissenskatalogs folgende Aspekte:
- dem unterschiedlichen Lerntempo der Schüler/innen gerecht zu werden. Bei einem frontalen Unterricht müssen die Schüler/innen dem Tempo des Lehrers folgen
- Rücksichtnahme auf die unterschiedliche Tagesverfassung. Jeder Schüler und jede Schülerin ist nicht am gleichen Tag, zur selben Zeit gleich aufnahmefähig
- Kontinuität im Lernprozess auch bei Supplierungen
- Vermeidung von Unsicherheiten und Überraschungen bei Prüfungssituationen
Die Ausarbeitung des Wissenskataloges kann als Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen. Prinzipiell sollen sich die Schüler/innen selbst organisieren, d.h. sie sollen sich
selber aussuchen können, ob sie alleine oder mit Partner/in oder in Gruppen zusammenarbeiten.
Zur Kontrolle, ob alles richtig ausgearbeitet wurde, liegt ein Lösungsordner mit den Antworten auf. Die Schüler/innen sollen daher eigenverantwortlich ihre Arbeit kontrollieren. Die "Ausrede", dass die Fragen nicht richtig
ausgearbeitet sind, ist& daher nicht mehr möglich. Weiters stehen den Schüler/innen die Wissenskataloge - samt Antworten - auf unserer Homepage zur Verfügung, so dass die Kontrolle auch von
zuhause aus erfolgen kann und nicht nur auf den Unterricht beschränkt ist.
3. Strukturierten übersichtsblätter
Oftmals haben Schulbücher den Nachteil, dass die Bebilderung nicht in der gleichen Höhe wie der Text steht. Die strukturierten übersichtsblätter (in Form eines
Baumdiagramms) sollen den linear dargebrachten Inhalt des Buches besser darstellen. Die strukturierten übersichtsblätter sollen zu besseren Leistungen führen (vgl. Werner METZIG, Lernen zu lernen,
2006, Seite 109). Empirisch wurde nachgewiesen, dass das Lernen mit solchen Begriffshierachien dreimal so erfolgreich ist, wie das bloße Einprägen von Einzelheiten (vgl. Herbert GUDJON,
Frontalunterricht - neu entdeckt, 2007, Seite 102).
Die strukturierten übersichtsblätter versuchen ein Thema auf einem Blatt strukturiert - und mit Bildern unterstützt - zu gliedern und die wesentlichen Punkte zu vermitteln. Der Inhalt des Buches soll somit
besser einordbar sein. Da sie bereits ausgefüllt sind - ein bloßes Transferieren von Text erscheint uns nicht als sinnvoll - wird wertvolle Zeit eingespart , z.B. für die Ausarbeitung
des Wissenskatalogs oder der Anwendung verschiedener Methoden (Fehlerdetektiv, Kreuzworträtsel,..) . Auf Mind-Maps wurde aus verschiedensten Gründen - z.B. hoher zeichnerischer Aufwand, Farbverlust beim Kopieren, schwierige Lesbarkeit bei ungeübten Schüler/innen etc. -
verzichtet.
4. Leistungsbeurteilung
Beim Geführten Lernen wurde versucht, die gesetzlichen Vorgaben der Leistungsbeurteilungsverordnung nahezu vollständig zu erfüllen. Die Gesamtnote (Endnote) setzt sich aus
der besonderen Leistungsfeststellung (LBVO §5 - §10), Test und Prüfungen und der Mitarbeit (LBVO §4) zusammen. Für die einzelnen Leistungen werden Punkte vergeben. Die
Gesamtpunkte ergeben am Ende des Lehrgangs eine Note. Da der Gesetzgeber der Mitarbeit einen hohen Stellenwert einräumt (LBVO §3 Abs.3) liegt ungefähr die Hälfte der Gewichtung bei der Mitarbeit.
Mit dieser Gewichtung soll auch sichergestellt werden, dass Schüler/innen sich während des Unterrichtes einbringen und nicht nur punktuell lernen - eine Kontinuität des Lernprozesses soll auf
diesem Wege gewährleistet werden.
- Die besondere Leistungsfeststellung erfolgt wie bisher mittels Test und auf Wunsch des Schüler bzw. Schülerin auch mittels einer mündlichen Prüfung. Die dabei erreichten Punkte bzw. Note wird in das Punktesystem transferiert.
- Die Mitarbeitsnote wird mit Punkten ermittelt, wobei es Pflichtbereiche und Bereiche gibt, die freiwillig erarbeitet werden können. Gestartet wird mit einem Vertrauensbonus von 50 Punkten. Durch die Pflichtaufgaben oder der freiwilligen Erarbeitung kann
sich dieser Bonus, je nach Kategorie, bei Erfolg erhöhen oder bei Misserfolg verringern.
Zentrales Element ist der Methodenführerschein, bei dem unterschiedliche Möglichkeiten zur Mitarbeit angeboten werden:
- spontane überprüfung des Wissens (Mitarbeitskontrolle)
- Zusammenfassung und Wiedergabe eines Fachtextes
- Zusammenfassung und Wiedergabe eines Fachvideos
- Erfüllung von Arbeitsaufträgen (Hausübungen,....)
- Aktives Einbringen in den Unterricht
- Präsentation eines Fachthemas
Bei positiver Erledigung aller Methoden erhält der Schüler bzw. die Schülerin am Ende des Lehrganges zusätzlich ein Zertifikat. Das Musterzertfikat steht Ihnen als Download zur Verfügung: