FEEDBACKS

Auf dieser Seite möchten wir einige Rückmeldungen veröffentlichen, die wir im Zuge von Unterrichtsbesuchen erhalten haben. Wir hoffen Ihnen somit einen Eindruck vermitteln zu können, wie Außenstehende den Unterricht erlebt haben. Um die jeweiligen Verfasser und Verfasserinnen zu schützen, wurden die - uns bekannten - Namen nur mit den Anfangsbuchstaben angeführt.

QIBB

Modellversuche zur Steigerung der Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler mit der Leistungsbeurteilung (Seite 21)

"Leistungsstandrads werden definiert und Beurteilungskriterien gemeinsam festgelegt, die schriftlich an die Schülerinnen und Schüler weiter gegegeben werden. Methodenmix in Form von instrultionalem Unterricht mit einem vielseitigen Angebot steht auf der Tagesordnung. Neue Medien wie Internet, Video on demand und das Handy als third-plcae-learning- Lösung haben auch in den Unterricht Einzug gehalten. Dabei wurden auch eigene strukturierte Übersichtsblätter und Lernspiele entwickelt, die den technischen Inhalt besser näher bringen sollen. Die bisherige Beurteilung während des Lehrgangs wurde auf ein Punktesystem umgestellt. Die Beurteilung ist dabei für die Schüler/innen transparent gestaltet und jederzeit nachvollziehbar. Auch die Angst vor schlechten Noten wurde duch dieses System minimiert. Die Schüer/innen wissen über ihren jeweiligen Beurteilungsgrad bescheid, da sie diesen auf ihrem Reflexionsblatt mitdokumentieren."

Wissenskataloge statt Lehrermonologe - Geführtes Lernen (Seite 21)

"Mit dem Titel 'Wissenskataloge statt Lehrermonologe' erarbeitet die Berufsschule Attnang-Puchheim Unterrichtsmaterialien für die sie mit dem IMST-AWARD 2010 ausgezeichnet wurde. Das Projekt Wissenskataloge setzt sich dabei mit einer neuen Unterrichtsform im berufsbildenden Pflichtschulwesen auseinander. Dabei wurden eine eigene Unterrichtsmethodik, Beurteilungsformen und Unterrichtsmaterialien entwickelt, die transparent über das Internet zugänglich sind. http://www.gefuehrtes-lernen.at/index.html"

B.O.

"Durch die steigenden Anforderungen und der Lehrstofffülle ist eine Weiterentwicklung des eigenen Unterrichts unumgänglich. Ein Unterricht der allen Schülern fachlich und didaktisch gerecht wird, ist eine kaum zu bewältigende Hürde im täglichen Geschäft eines Lehrers. Die angestrebten Ziele des Projekts sind:

  • Erhöhung der Eigenverantwortlichkeit,
  • Vermeidung von Unsicherheiten in Prüfungssituationen,
  • transparente Leistungsbeurteilung,
  • Methodenvielfalt,
  • Einbettung der gewohnten Fachliteratur in die Methoden.

Dies sind alles Ansätze von denen nicht nur der Schüler zum Erreichen seiner fachlichen Kompetenz (Facharbeiter), sondern auch der Lehrende in seiner Unterrichtsgestaltung, profitieren kann. Als besonders guten Ansatz sehe ich dabei das erste Ziel: Erhöhung der Eigenverantwortung. Gerade dieser Kompetenz kommt Schülern in dieser Altersgruppe (junge Erwachsene) eine zentrale Bedeutung zu. Schüler erkennen oftmals nicht, dass ihre Entscheidungen und Handlungen (Mitarbeit, Hausaufgaben, etc.) Auswirkungen (Noten bzw. in diesem Fall Punkte) haben. Als besonders angenehme Begleiterscheinung benötigt der Lehrer kaum Energie zum Einfordern der Leistungen. Jeder Schüler teilt sich zu seinen Leistungen, die er bereit ist zu erbringen, selbst ein. Jeder Lehrer weiß wie mühsam es sein kann Leistungen bei Schülern einzufordern.

Als interessante Überlegung sehe ich dabei den Einsatz der Punkteregelung anstatt der üblichen Noten. Der Start bei +50 Punkten wirkt dabei einerseits beruhigend bei schwächeren Schülern und andererseits motivierend bei leistungsstärkeren Schülern. Dass eine Leistung des Schülers mit Minuspunkten honoriert werden kann, ist durchaus als leistungsfördernd einzustufen. Somit ist der Schüler aufgefordert seine Leistung bis zum Schulende zu halten und kann sich nicht auf bereits erreichten Leistungen ausruhen. Als nicht unwesentlich erscheint mir, dass beide Systeme (Noten- bzw. Punktbeurteilung) kompatibel sind.

Persönlich sehe das Projekt als eine durchaus gelungene Möglichkeit seinen Unterricht zu gestalten. Ich könnte mir den Einbau verschiedener Teilbereiche (Beurteilung, Methoden, etc.) in meinen Unterricht durchaus vorstellen und werde dies auch zukünftig versuchen."

F.G.

"Mir persönlich hat der Besuch in der Berufschule Attnang sehr imponiert. Die moderne Unterrichtsweise ist meiner Meinung nach eine der förderlichsten, die ich bis jetzt in meiner Schullaufbahn gesehen habe.

Außerordentlich beeindruckt hat mich das Beurteilungssystem. Ein sogenanntes Punktesystem macht es sehr übersichtlich und transparent für die beteiligten Lehrer und Schüler. Es wird wahrscheinlich auch so einige Notendiskussionen zwischen Lehrer und Schüler am Schluss jedes Schuljahres ersparen.

Zugleich gibt dieses Punktesystem Hinweise für den Schüler, ab welcher Punkteanzahl er die nächst bessere Note erhält. Das Beurteilungssystem entspricht auch den gesetzlichen Bestimmungen.

Auch die Methoden, die im Unterricht angewendet werden, haben mir sehr zugesagt. Herausheben möchte ich da nur, dass die Schüler zur Auflockerung immer wieder mit anderen Aufgabenstellungen konfrontiert werden, sei es zu einem Thema ein Plakat zu erstellen oder einen Fachtext auf die Richtigkeit der Inhalte zu untersuchen. Weiters können die Schüler mit zusätzlichen freiwilligen Arbeitsaufgaben weitere Punkte im Bewertungssystem sammeln und sich so verbessern (z.B.: nach Lehrfilm eine kurze Zusammenfassung abgeben, Filmbericht, etc.). Auch sehr gut habe ich die Zusammenfassungsblätter gefunden, die die Schüler nach jedem Kapitel bekommen, diese sind sehr überschaubar strukturiert und enthalten die wichtigsten Lehrinhalten aus jedem Unterrichtskapitel.

Für meine Tätigkeit als Lehrer traue ich mir schon zu versprechen, dass ich das eine oder andere Mal diese Unterrichtsmethode mit meinen Schülern ausprobiere oder in den Unterricht einlaufen lasse."

F.G.

"Das Projekt Geführtes Lernen welches von Herrn Murauer ins Leben gerufen wurde ist meiner Meinung nach eine interessante Sache um sie im Unterricht einzusetzen. Der damit verbundene Aufwand allerdings und das technische Know How welches man sich im Vorfeld aneignen muss, wird glaub ich nicht jeden überzeugen. Gerade bei etwas älteren Kollegen stößt man damit wahrscheinlich nicht auf große Begeisterung.

Das Konzept mit der Punktevergabe und der damit verbundenen Möglichkeit sich seine Note jederzeit zu verbessern oder verschlechtern zu können finde ich sehr interessant. Das Beispiel wie lange man braucht um mit der herkömmlichen Art der Notenvergabe aus einem Nicht Genügend ein Sehr Gut zu machen, zeigt auf, dass unser bestehendes System mit dem wir beurteilen Schwächen aufweist.

Bei der Vorführstunde konnte man auch bemerken, dass dieses System von den Schülern gut angenommen wird. Ein Problem sehe ich allerdings, wenn in anderen Gegenständen nach dem herkömmlichen System beurteilt wird. Die Umstellung für die Schüler sehe ich da etwas problematisch. Das solche gravierenden Umstellungen bzw. Neuerungen oft sehr zaghaft angenommen werden liegt mit Sicherheit daran das der Mensch (österreicher) Neuem gegenüber immer etwas verhalten gegenüber steht.

Zusammenfassend glaube ich dass sich diese Art von Unterricht auf jeden Fall eine Bereicherung ist und es verdient hat dass sie eingesetzt wird. Den Aufwand den Sie betreiben um dieses Projekt dauernd zu erweitern und damit Ihre Freizeit opfern finde ich super und ich hoffe Sie haben noch viel Erfolg damit."

G.L.

"Der Besuch der BS Attnang war für mich sehr interessant. Herr Murauer und seine Kollegen haben ein tolles System entwickelt. Herr Murauer erklärte uns das transparente und für Schüler leicht begreifbare Punktesystem zur Notenfindung. Die Lernenden wissen somit jederzeit den derzeitigen Notenstand und sehen auch ihre Möglichkeiten zur Verbesserung.

Es gibt auf der Homepage ein großes Angebot von Arbeitsblättern für die Schüler sowie Fragenkataloge, aus denen die Tests erstellt werden. Sehr oft werden im Unterricht auch kurze Filme eingesetzt, welche anschließend von der Schülern und Schülerinnen zusammenzufassen sind. Erstmalig habe ich im Unterrichtseinsatz einen Fehlerdetektiv gesehen. Hierbei müssen die Schüler zuerst zum Beispiel einen Text im Fachkundebuch durchlesen und anschließend das Buch schließen und auf einem Arbeitsblatt mit einem Textmarker alle Fehler (Summe wird angegeben) markieren. Durch diese Tätigkeit sind die Lernenden angehalten, die Texte genau zu lesen. Es war beeindruckend, mit welchem Einsatz die Schüler bei der Sache waren.

Mir ist überhaupt aufgefallen, dass die Schüler sehr konzentriert waren und gut mitgearbeitet haben. Zumindest bei dieser Unterrichtseinheit (es war ja noch dazu eine Supplierstunde) war die Motivation sowohl von der Lehrkraft als auch von den Schülern sehr gut. Was mir nicht gefallen hat: Durch Zeitknappheit konnten am Unterrichtsende nicht alle Ergebnisse verglichen und Herr Murauer hat auf Intervention der Schüler allen 2 Punkte gegeben. Meines Erachtens haben nicht alle Schüler die gleiche Punkteanzahl verdient."

G.P.

"Lieber Herr Murauer!

Das eingehendere Studium Ihres Projekts hat meinen ersten, noch etwas oberflächlichen Eindruck bestätigt: Sie bieten Lehrenden Unterrichtsmaterialien an, die gegenüber der bisherigen Art des Unterrichtens bessere Lernergebnisse bei weniger Burnout versprechen. Im Sinn des Geführten Lenens unterrichtete SchülerInnen müssen selbständiger denken und können interessierter lernen.Und es wird auf ihre individuellen Fähigkeiten eingegangen, um durch angepasste Aufgabenstellungen Überforderung und Lernunlust zu vermeiden und gegebene Potentiale besser zu nutzen.

Ich glaube, dass GL aufgrund einer eindeutig erscheinenden &Uuuml;berlegenheit über den herkömmlichen Unterricht in den Berufsschulen starke Verbreitung finden kann. Vor allem wird mit GL überzeugend demonstriert; wie - entgegen den Schreibtischüberlegungen der meisten heutigen Pädagogen - in Klassen mit gleichen Lehrplänen, die gleichen Unterrichtsmodule (bestehend aus Planungen und Materialien mit Anleitungen) verwendet werden können, ohne die LehrerInnen in einengender Weisezu "gängeln".

Es handelt sich um eine Vorgehensweise, die in verallgemeinerter Form zu einer starken Beschleunigung zielführender Schulentwicklung in allen schulischen Bereichen führen könnte......"

G.R.

"Im Rahmen unserer Schulpraktischen Studien, besuchten wir am 15.01.2009 mit unser Betreuerin Frau Ing. Dr. S. D. eine Unterrichtsstunde im Gegenstand Fachkunde von Herrn Ing. Robert Murauer in der Berufschule Attnang. In der Schule läuft seit 2007 ein Projekt unter dem Titel "Geführtes Lernen".

Das Projektteam besteht aus fünf Kollegen, die diese didaktische Lehrmethode im fachtheoretischen Unterricht einsetzen. Der Leiter dieser Gruppe, Ing. Robert Murauer, stellte uns das Projekt anhand einer Unterrichtsstunde mit dem Thema "Gewindearten", einer Präsentation des Projekts und einer anschließenden Diskussionsrunde mit den Schülern vor.

Herr Ing. Robert Murauer zeigte uns, mit welchen Mitteln in diesem Unterricht gearbeitet wird. Es wies sich, dass diese Unterrichtsmethode einer umfangreichen Vorbereitung bedarf. (Wissenskatalog, Übersichtsblätter, Reflexionsblatt.....).

Die Evaluierungsergebnisse und unsere Diskussion mit den Schülern zeigten, dass die Schüler mit großem Eifer und Begeisterung an dieser Unterrichtsform teilnahmen.

Ich möchte mich noch bei Herrn Ing. Robert Murauer für die Präsentation des Projekts "Geführtes Lernen" bedanken."

J.M.

"An der BS Attnang werden Maschinen-, Metall-, Produktions-, Stahlbautechniker ausgebildet. Daraus resultiert ein hoher Anteil an Fachkundestunden mit der Herausforderung diesen für alle beteiligten (Schüler und Lehrer) befriedigend zu gestalten. Erreicht wird dies durch einen klaren, einheitlichen Strukturaufbau der zur Verfügung gestellten Unterrichtsunterlagen. Der Stoff wird in kurz gehaltenen Frontalsequenzen mit Hilfe von einheitlich gestalteten übersichtsblättern erklärt und besprochen.

Anschließend wird mit verschiedenen Methoden (Filme, Fehlerdetektive) tiefer in die Materie eingestiegen. Anhand von Wissenskatalogen müssen entsprechend Fragen beantwortet werden wobei die Sozialform und das Lerntempo selbst bestimmt werden kann. Zusätzlich zu den Test und mündlichen Überprüfungen können Zusatzpunkte über Präsentationen, Facharbeiten, Mitarbeit erzielt werden. Sämtliche erfassten Leistungen werden in ein Reflexionsblatt eingetragen. Somit ist jederzeit der momentane Punktestand ersichtlich. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass hier die immer wieder zu hörende Schlagwörter wie Schülerselbsttätigkeit, Eigenverantwortung, Motivation abwechslungsreichen Unterricht mit eindeutiger, jederzeit nachvollziehbaren Beurteilung keine leeren Worthülsen sind sondern aktiv gelebt werden."

M.R.

"Sg. Herr Murauer!

Gerne gebe ich ein kurzes Statement zum Schulbesuch ab: Ich habe den Unterricht als sehr entspannt erlebt, und die Schüler beteiligen sich intensiv an der Erarbeitung des Stoffes. Sie wissen offensichtlich von ihrer Arbeit in den Lehrbetrieben einiges. Trotz Unmutsbezeugungen von einigen wenigen, die aber in dem Alter ganz natürlich sind, haben sich alle sofort an das Studieren im Buch gemacht und auch dann die Fehler im Fehlerdetektiv gesucht. Besonders überrascht war ich aber als Sie ankündigten, dass Sie einen Film zeigen. Viele haben ihren Sitzplatz gewechselt, um besser sehen und hören zu können und haben mitgeschrieben und Ihnen dann die Mitschrift abgegeben.

Die Vorteile in Ihrem Unterrichtsmodell sehe ich einerseits in der Abschätzbarkeit und der Transparenz für die Schüler und andererseits im Methodenmix, der die Schüler dazu motiviert selber aktiv zu lernen.

Ich habe viele Anregungen für meinen Unterricht bekommen. Ich danke Ihnen noch einmal für die Zeit und für die vielen Informationen und Eindrücke!
Mit freundlichen Grüßen

M.R."

M.S.

"Sehr geehrter Herr Murauer!

Vielen Dank für den Einblick in die Welt des geführten Lernens. Der Unterrichtsverlauf und der nachfolgende Gedankenaustausch haben interessante Aspekte der Unterrichtsgestaltung aufgezeigt, bei welcher die Schüler interessiert und eigenständig mit erkennbarem Engagement den "Lehrstoff" aufgenommen haben. Es war sehr gut erkennbar, dass die Schüler durch entsprechenden Einsatz einen aktiven Beitrag zu ihrem Schulerfolg leisten können (Wer will, der kann ...). Die angebotenen Möglichkeiten (Methodenführerschein) werden aktiv genutzt und "Faktenwissen" wird mit Interesse von unterschiedlichen Medien aufgenommen.

Dieser kurze Einblick lässt auch erkennen, dass bei dieser Unterrichtsform ein "Geben-Nehmen-Ausgleich" besteht. Das Engagement der Schüler erfordert auch eine entsprechende Gegenleistung der Lehrkraft (Kontrolle, Korrektur und Bewertung der Schülerarbeiten ...). Die Vorleistung (Arbeitsblätter, Wissensdatenbank, Medienaufbereitung, Methodeneinsatz, Bewertungssystematik, EDV-Einsatz ...) bleibt bei einem ersten Blick im Hintergrund verborgen. Man kann nur erahnen, wie viel persönlicher Einsatz notwendig ist, um das "Geführte Lernen" zu realisieren.

Ein Gedanke zum "Geben-Nehmen-Ausgleich" in Verbindung mit der Projekthomepage ist mir noch in den Sinn gekommen. Sie haben erwähnt, dass diese Homepage nicht nur regional, sonder auch überregional "angeklickt" wird. Es müsste somit auch möglich sein, diese Plattform schul- und gegenstandsübergreifend zu nutzen, in dem von engagierten und interessierten Kolleginnen und Kollegen aus anderen "Berufs - Schulen" für zusätzliche Gegenstände, z. B. Politische Bildung Unterrichtsmittel bereitgestellt und genutzt werden ... Frei nach dem Motto: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!" Ich diesem Sinn wünsche ich Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen, die Ihre Begeisterung für das "Geführte Lernen" teilen und zukünftig noch teilen werden viel Erfolg.

Mit kollegialen Grüßen

M. S."

P.L.

"Am 15.01.2009 besuchten wir Herrn Ing. Robert Murauer in der Berufsschule Attnang-Puchheim. Thema dieses Besuchs war "Geführtes Lernen" im Unterricht. Da wir zum Thema "Konstruktivismus und Kognitivismus" im Unterricht, in der Pädagogischen Hochschule, schon einiges gehört haben war es für mich sehr interessant so etwas einmal mit eigenen Augen zu sehen.

Der Unterricht von Herrn Murauer ist sehr abwechslungsreich. Der Frontalunterricht wurde auf ein Mindestmaß minimiert. Die Schüler wissen immer durch das ausgeklügelte Bewertungssystem ihren Punktestand, deshalb ist dieses Benotungssystem für Schüler und Lehrer sehr transparent.

Weiters können sich die Schüler durch Vorträge, Berichte, Poster und Mitarbeit Punkte erarbeiten, dies ist für Schüler sehr motivierend. Die Berufschule geht sicher einen sehr innovativen Weg des Unterrichts der sich in der Zukunft sicher etablieren wird."

R.B.

"Durch den Besuch an der Berufsschule Attnang-Puchheim, mit unserer Vortragenden Fr. Dr. S. D., hörte ich das erste Mal von dem Programm Geführtes Lernen. Und ich kann von mir behaupten wenn es dieses Programm schon zu meiner Berufsschulzeit gegeben hätte, dann hätten wahrscheinlich meine Berufsschulzeugnisse ein wenig anders ausgeschaut. Denn das System mit den Punkten, aber vor allem die Überschaubarkeit, hat mich begeistert, vor allem weil es für die Schüler wie für den Lehrer nach kurzer Einschulung einfach zu verstehen ist.

Die Schüler können durch aktive Mitarbeit im Unterricht ihre Note selbst gestalten und sie wissen immer über ihre Noten Bescheid. Durch das System, so glaube ich, wird auch der Konkurrenzkampf unter den Schülern gefördert, aber im positiven Sinn. Sie arbeiten aktiv mit und sind motiviert und das ist ja genau das, was der Lehrer verbreiten soll - Motivation. Bei mir im Werkstättenbetrieb könnte ich mir auch vorstellen einen Teil des Systems einzuführen, zum Beispiel bei einem Übungsstück wo sich die Schüler selbst die Note geben können, indem ich ihnen ein geeignetes Punktesystem vorschlage und ausarbeite. Aber wie fast bei allen neuen Systemen muss wie überall erst einmal das alt eingefahrene System davon überzeugt werden, dass auch neue Systeme ihre Berechtigung haben. Wobei ich hier Hrn. Robert Murauer sehr bewundere dass er sich sehr für dieses System einsetzt und vor allem auch praktiziert, obwohl nicht alle in seiner Schule damit einverstanden sind."

R.B.

"Am 15.1. besuchten wir die Berufsschule Attnang um uns bei Ing. Robert Murauer einen Unterricht anzusehen. Sein Unterricht wird nach dem Prinzip des "Geführten Lernen" abgehalten. Dieses Prinzip ersetzte im Unterricht von Hr. Murauer zum Teil den klassischen Frontalunterricht.

Neu für mich ist an diesem Unterricht der hohe Anteil an Schülerselbstständigkeit. Der Ablauf erfolgt immer ähnlich: Einführung in das Thema (Frontalunterricht) - Selbststudium/Zusammenfassungen - Wiederholung - Ausarbeitung Fragenkatalog - Videos - Poster/Präsentationen.

Der Unterricht ist sehr abwechslungsreich, es werden Videos und auch Präsentationen der Schüler eingebaut. Die Schüler werden durch Punkte belohnt wenn sie aktiv mitarbeiten (Mitschriften bei Videos, eigene Zusammenfassungen). Das Notensystem belohnt aktive Schüler die am Unterricht teilnehmen und Schüler, die nicht teilnehmen, können mit den schriftlichen Tests alleine keine guten Noten erreichen.

Dieses Unterrichtssystem hat mir sehr gut gefallen und ich werde versuchen dies auch in meinem Unterricht einzubauen."

S.R.

"Geführtes Lernen war für mich bevor mir/uns diese Unterrichtsmethode vorgestellt wurde nur durch die Homepage bekannt. Dass da aber ein umfassendes Konzept dahinter steht wurde mir erst durch das Gespräch und die Vorstellung klar.

Eure Plakatgestaltungen müsste normalerweise einen jeden Lehrer auf diese Unterrichtsart neugierig machen. Plakate mit den Aufschriften wie: "Wir sind scharf darauf sie zu unterrichten" oder "Zeigen sie dem eintönigen Unterricht die Krallen" und auch "Unsere Schüler/innen sind uns nicht Wurscht" sind extrem mutig und meines Erachtens auch (Schul-)systemkritisch.

Wir Lehrer sind ja auch selber lange in den Schulbänken gesessen und wissen, wie unterschiedlich Unterrichtseinheiten gestaltet wurden und zum Teil noch immer werden. Es kommt im Wesentlichen auf den Behaltewert des Unterrichtsstoffes an.

Hr. Murauer hat für sich selber richtig erkannt, dass die traditionellen Unterrichtsmethoden (z.B. Frontalunterricht) nicht immer die Besten sind, aber eine gesunde Mischung aus vielen Unterrichtsmöglichkeiten den Behaltewert erheblich steigern könnte. Diese Erkenntnis war vermutlich der Knackpunkt und zugleich der Beginn des Projektes "Geführtes Lernen". Wir lernen an der PHI des öfteren, dass nicht alle Schüler gleich sind und wir unsere Schüler mit allen Sinnen ansprechen bzw. fordern sollen. Beim Geführten Lernen werden diese Forderungen zur Gänze erfüllt.

Es kommt abwechselnd der Frontalunterricht, der Gruppenunterricht, die Partnerarbeit, das Ansehen einer kurzen Videosequenz, ein Fehlerdiktat, uvm. zum Einsatz. Wie wir gesehen haben, werden die wesentlichen Schwerpunkte des Unterrichtsthemas mehrmals durchgearbeitet und wiederholt. Wiederholen, Wiederholen und nochmals Wiederholen der wesentlichen Punkte. Beginnend mit einer Fragestellung zum Thema (Schülerbefragung), weiter mit Frontalunterricht (herausheben und praktische Beispiele nennen), durchlesen der Thematik im Fachbuch (Fördern der Lesekompetenz), bearbeiten des Fehlerdiktat wo wieder im Wesentlichen auf die wichtigen Punkte hingewiesen wird, und abschließend ein Videofilm (Ansprechen der visuellen Sinne) wo die Schüler eine Inhaltsangabe machen müssen bzw. sollen. Müssen bzw. sollen deswegen, weil mit dem Punktesystem der Schüler seine Note selbst bestimmen kann. Ich war sehr beeindruckt vom Punktesystem, weil der Schüler bereits die Vorschusslorbeeren von 50 Punkten erhält und ständig (9 Wochen lang) daran arbeiten muss, diese zu erhalten bzw. wesentlich mehr davon zu bekommen.

Das Ausbleiben der lästigen Schülerfragerei "Auf welcher Note stehe ich den jetzt" ist und wird auch für mich der Grund sein, warum ich die zukünftigen Beurteilungen auf ein Punktesystem dieser Art umstellen möchte. Ein "Sehr Gut" muss erarbeitet werden und bedarf einer längeren "Sehr Guten" Leistung. Zusätzliche Referate, mündliche Wiederholungen, Plakate bzw. Poster können dazu erstellt werden. Für ein "Sehr Gut" im Zeugnis muss der Schüler eben weit über das Ausmaß der Lerninhalte Kenntnisse besitzen bzw. sich angeeignet haben!

Wenn die Schüler das von Anfang an wissen, sind die "Spielregeln" für gute oder schlechte Noten bekannt und somit auch sein Problem. Wenn er schon bei den Tests oder Überprüfungen schlecht abgeschnitten hat, so muss bzw. kann er sich auch anderwärtig anstrengen bzw. zeigen, dass er es doch kann bzw. gelernt hat, um wiederum zu Punkten (d.h. besseren Note) kommt.

Das Zertifikat welches für den Schüler ausgestellt wird ist für so manchen vermutlich genau so viel Wert wie das Zeugnis, weil er ja auch das, wenn es gut ausgefallen ist, in seinem Betrieb vorzeigen wird.

Beim Ausarbeiten des beigelegten Wissenskataloges erarbeitet sich der Schüler wiederum das Wichtigste zum jeweiligen Thema. Die Ausarbeitung der Fragen muss handschriftlich erfolgen und bringt, wenn diese vorgezeigt werden, zusätzliche Punkte für den Schüler. Man kann zwar nicht erkennen, ob er diese nun selber ausgearbeitet hat, oder einfach nur wo abgeschrieben hat. Aber das hinsetzten und Abschreiben der Antworten bzw. Lösungen wird bereits belohnt und als "kleiner" Lernfortschritt bewertet. Wie er mittels Hologramm am Wissenskatalog zu dessen Lösungen kommt, ist mir als normaler Handyuser noch nicht ganz klar, unsere Schüler können mit diesem Medium sehr gut umgehen. Ich werde dies aber auch noch erfragen!

Das Feedback der Schüler welches nun bereits über einen längeren Zeitraum gemacht wird bestätigt den richtigen Weg und den Bedarf dieser Methode. Ich habe so das Gefühl, dass in der BS Attnang& "Schule richtig Klasse (Spitze) ist". Der Erfolg ist damit bestätigt und auf Eurer Seite. Wenn ich an Eurer Schule wäre, so würde ich gerne an diesem Projekt mitarbeiten. Geführtes Lernen hat vieles gemeinsam mit der Daltonmethode, mit dem Projekt Cool und mit selbstgesteuertem Lernen. Ich werde im Zuge meiner Bachelorarbeit noch mit vielen Fragen auf Sie zukommen."

W.M.

"Sehr geehrter Herr Murauer,

Danke noch einmal für den Einblick in das "Geführte Lernen".

Besonders gut hat mir gefallen:

  1. Die Blätter für die Schüler, auf denen der Stoff gut strukturiert im Gesamtzusammenhang gezeigt wird
  2. Die Reflexionsblätter auf denen das Beurteilungssystem genau erklärt wird, und das eine gute Grundlage für die Planung des Schülers ist
  3. Der Einsatz der Filme mit der Möglichkeit der Zusammenfassung durch den Schüler
  4. Die einfache Methode der Ausarbeitung von Wissenskatalogen, um den Schüler zu Selbsttätigkeit anzuregen

Ich suche für mich noch Möglichkeiten um durch praktische Aufgaben die Schüler zum Umsetzen des Fachwissens auf die Praxis anzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

W. M."

E.

"Hallo

Vielen Dank für Ihre Aufopferung und Gestaltung dieser, wie ich finde, einzigartigen Seite. Es erleichtert mir das Lernen und die Lernstoffvergleiche sehr. Für mich war es schwer aus den Lehrbüchern zu erkennen was wichtig ist, aber mit den Lernblättern klappt es wunderbar.

Schöne Grüße aus Ried, E."

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